Grußworte

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses,


es gibt Situationen, in denen es Menschen schwerfällt, noch sachlich miteinander zu reden. Wir erlebten dies in Sachsen verstärkt zum Beispiel beim Thema „Flüchtlinge und deren Integration“. In vielen öffentlichen Diskussionsveranstaltungen habe ich erlebt, dass sich einige Gesprächsteilnehmer nicht mehr an die üblichen Regeln eines fairen Diskurses halten. Vorurteile werden als einzige Wahrheit präsentiert, Gegenargumente nicht angehört. Diese Entwicklung schadet unserer Gesellschaft. Denn wenn wir nicht mehr in der Lage sind, uns gegenseitig zuzuhören und wahrzunehmen, uns sachlich auszutauschen und respektvoll gegenüber zu treten, dann erfüllt mich das mit großer Sorge.
Den Mediatorinnen und Mediatoren kommt bei der Bewältigung dieser Kontroversen eine Schlüsselrolle zu. Sie verfügen über das notwendige Gespür und das Fachwissen, um gesellschaftliche Konflikte konstruktiv und lösungsorientiert zu begleiten.
Unsere Welt wird immer komplexer. Viele Menschen haben das Gefühl, dass ihre Stimme nicht mehr zählt. Sie sehen sich den Veränderungen, die europa-und weltweit oder auch in ihrer direkten Nachbarschaft geschehen, hilflos ausgeliefert. Als Folge davon wenden sie sich von unserer Gemeinschaft ab und ziehen sich zurück. Doch ohne die Beteiligung vieler Menschen an unserer Gesellschaft, sei es beispielsweise im Ehrenamt oder in einer politischen Funktion, wird diese verkümmern.
Die Mediatorinnen und Mediatoren helfen dabei, den Menschen wieder eine Stimme zu geben. Sie moderieren Prozesse so, dass alle Betroffenen angehört werden und diese ihre Argumente vorbringen können. Durch ihre Arbeit vermitteln sie den Beteiligten Wertschätzung und Achtung und helfen damit, Resignation und Rückzug zu vermeiden.

Ich wünsche Ihnen für Ihre wichtige Arbeit weiterhin viel Erfolg und Anerkennung. Und ebenso wünsche ich Ihnen einen informativen Kongress und einen guten fachlichen Austausch.

Ihre Petra Köpping

 


 

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, liebe Gäste,

unter dem Motto „Vielfalt neu denken“ gestalten Sie Ihren diesjährigen Kongress in Dresden. Vielfalt ist eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Denn Vielfalt bedeutet Kreativität, Respekt und Menschlichkeit. Sie bedeutet, voneinander zu lernen und sich weiter zu entwickeln. Vielfalt bedeutet aber auch, Dinge auszuhandeln und Kompromisse einzugehen. Denn jeder Mensch hat unterschiedliche Vorstellungen und Wünsche und setzt andere Prioritäten.

Als Oberbürgermeister von rund 550 000 Einwohnerinnen und Einwohnern weiß ich, dass es nicht immer leicht ist, alle Wünsche unter einen Hut zu bringen. Doch die Zukunft Dresdens lässt sich nur gestalten, indem alle Beteiligten − Stadtrat, Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger − mitwirken. Daher sind mir ein Austausch mit den Dresdnerinnen und Dresdnern sowie eine Beteiligung der Bürger an politischen und behördlichen Prozessen wichtig.

Für Ihren Kongress wünsche ich Ihnen daher einen regen Austausch und viel Erfolg. Vielleicht finden Sie noch etwas Zeit, sich unsere schöne Stadt anzuschauen. Erkunden Sie bei einem Stadtbummel die historische Innenstadt mit dem einzigartigen Ensemble aus Frauenkirche, Zwinger, Semperoper und Residenzschloss. Oder werfen Sie einen Blick in die zahlreichen Museen und Galerien. Und wenn Sie es nicht schaffen, alle Vorzüge Dresdens zu genießen, dann sind Sie mit Ihrer Familie oder Freunden jederzeit ein gern gesehener Gast.

 

Dirk Hilbert

Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden